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Likamobile

 

Das erste vollkommen eigenständig angetriebene Fahrzeug für den Straßenverkehr wurde 1769 in Frankreich entwickelt. Der Straßenwagen, so nannte es sein Erfinder, Nicholas Cugnor, fuhr auf drei Rädern und hatte vorne einen riesigen Druckdampfkessel. Er war klobig und bewegte sich schwerfällig, fuhr aber beachtliche 4 Kilometer pro Stunde und konnte eine Strecke von etwa 30 Metern zurücklegen, bevor er anhielt, um neuen Dampf zu erzeugen. Fasziniert von den Möglichkeiten begannen Erfinder aus verschiedenen Ländern, dampfgetriebene Fahrzeuge zu bauen. In Amerika entwickelte Nathan Reed aus Massachusetts im Jahr 1790 einen Dampfwagen, und 1860 baute Sylvester Roper das erste Verkaufsexemplar fürs Volk.

Nach Roper folgten Richard Dudgeon und die Gebrüder Carhant mit einem Team amerikanischer Erfinder, welche die Möglichkeiten, die Dampf bot, erkannt hatten.

In Frankreich standen Bollee und Du Dion an erster Stelle einer langen Liste von französischen Erfindern, aber es war der britische Ingenieur Richard Trevithick, der als Erster einen verkehrstauglichen Dampfwagen baute.

Nach und nach wurden von britischen Maschinenbaufirmen verschiedene Dampfwagen und -busse gebaut. 1865 wurde vom britischen Parlament der Red Flag Act beschlossen, der vorschrieb, das eigenständig angetriebene Fahrzeuge nicht schneller als 5 km/h fahren durften und zudem jemand mit einer roten Fahne vor ihnen herlaufen musste. In Amerika, wo es dieses einschränkende Gesetz nicht gab, versuchten zahlreiche Ingenieure ihr Glück mit der Entwicklung von Dampfwagen.

 Die erfolgreichsten unter ihnen waren die Gebrüder Stanley. Im Jahr 1896 gaben sie ihre Fotoplatten-Firma auf, um einen Dampfwagen zu bauen. Die Brüder waren eineiige Zwillinge, die sich völlig gleich kleideten und sogar ihre Bärte identisch schnitten.

 Sie weigerten sich zwar, für ihren Wagen zu werben, doch ihre spiegelbildgleiche Erscheinung war Werbung genug. Als F.F. Stanley 1898 einen kleinen Dampfwagen auf einer Ausstellung für pferdelose Karosserien präsentierte, war die öffentliche Begeisterung so groß, dass die Brüder beschlossen, ihre Wagen kommerziell zu produzieren und vermarkten.

 Bevor jedoch die Produktion begann, wurden die Rechte verkauft, und einer der Käufer, Amzi Barber, gründete die Locomobile Company.

 Das erste Modell, Style 1, wurde bald von Style 2 abgelöst, welches das „handelsübliche“ Locomobile wurde. Angeblich wurden bis Juni 1901 über 3000 Exemplare verkauft. Viele der Wagen sind noch erhalten und außerordentlich beliebt.

 Anstatt sich aus dem Berufsleben zurückzuziehen, entwarfen die Gebrüder Stanley ein weiteres Modell. „Locomobile“ verklagte sie, woraufhin die Brüder ihr Fahrzeug ein wenig veränderten und wieder ins Gewerbe einstiegen.

 Das Locomobile hat bis heute viele Liebhaber, und es existieren noch mehrere sehr gut erhaltene Fahrzeuge. Der Aufbau ihrer Dampfkessel, Räder oder Bremsen (um nur einige kritische Punkte zu nennen) entspricht jedoch keineswegs mehr den heutigen Standards und stellt sowohl ein Betriebs- als auch ein Sicherheitsrisiko dar.

 Mitte der 90er Jahre machte sich Eric Hughes aus Belfast daran, einen Doppelgänger des Locomobile zu bauen, für den er einen handelsüblichen Dampfkessel und, wo möglich und sinnvoll, andere Standardteile verwendete.

 Das Ergebnis war ein prächtiger Wagen, den er „Freddy“ taufte und auf zahlreichen Ausstellungen vorführte. Freddys Fahrverhalten ist elegant und berauschend, und doch gleicht er in Aussehen und Griffigkeit einem Locomobile.

 ModelWorks hat sich diesen Doppelgänger beim Bau des Likomobile zum Vorbild genommen, und wird dabei  von Hughes fachmännisch unterstützt.

  

ModelWorks „Likamobile“

 Spezifikationen

 (Ungefähre Angaben)

 Sitzplätze                                              2 Personen

Räder/Reifen                                          Einrohrige Luftbereifung

Leergewicht                                           410 kg

Kraftstofftank                                         22,75 l

Wassertank                                           45,5 l

Gesamtlänge                                         2,2 m

Gesamtbreite                                         1,4 m

Gesamthöhe                                          1,6 m

Sitz                                                      Sitzbank mit stilvoller Sitzlehne

 

FAHRGESTELL – Stahlrohrkonstruktion, geschweißt, verschraubt und silber-gelötet

LENKUNG – Ackermann-Lenkung mit Steuerruder

DIFFERENTIAL & ANTRIEB – Stirnraddifferential, ähnlich der Original-Antriebswelle und dem Lager des Locomobile

RÄDER & REIFEN – Einrohrige Luftbereifung mit Profil

BREMSSYSTEM - Scheibenbremsen

DAMPFMOTOR – Zylinderdurchmesser: 2¼“ (57,15 mm), Hub: 3“ (76,2 mm), modifizierte „Hackworth“ Steuerventile

WASSERZUFUHR – Dampfkessel mit mechanischer Doppelpumpe:  „Derr-Dampfkessel (Winslow-Dampfkessel), Stahlkonstruktion mit elektronischer und zusätzlich traditioneller  Wasserstandsanzeige

BRENNER – Selbstregulierende, automatische Zündung mit betriebssicherem Mechanismus, der Kraftstoff ist jetzt Diesel unter Überdruck

ELEKTRONIK – Spezielle Hochleistungsbatterie mit  automatischem Ladesystem im Wagen

KAROSSERIE & SITZE – Holz mit Stahlrahmen, Sitzplätze für 2 Personen, Sitzbank in Lederausstattung, stilvolle  Lehne

GESCHWINDIGKEIT – Etwa 50 km/h, mit Vorwärts- und Rückwartsgang

 

HINWEIS:

Änderungen vorbehalten.

 

 

 

 

 
 
 

 

 

 
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